04. September 2017 – Tag 4

Fahrt über den Col de l’Izoard & Col du Parpaillon

Col de l’izoard

Nachdem wir die Bequemlichkeit des Hotels in Briançon etwas etwas länger genossen haben, ging es kurz vor Mittag nochmal kurz zum einkaufen, Vorräte auffüllen, und danach los auf die Tour zur nächsten Station in Barcelonnette. Dabei ging es zunächst über den Col de l’Izoard.

Col du Parpaillon | Tunnel du Parpaillon

Nachdem der Col de l’Izoard mit fast schon fahrerischer Leichtigkeit überwunden war und wir die dortige Aussicht einige Zeit genossen haben, ging es nach der Abfahrt über einige kleine Nebensträßchen und durch viele kleine Dörfer zum Fuß des Col du Parpaillon. Die Vorfreude hierauf war schon von Beginn der Tour an sehr groß und die Spannung deutlich erhöht, denn gerade die Südrampe und vor Allem der Scheiteltunnel gelten als durchaus tückisch – Der Tunnel erhielt in einigen Beschreibungen sogar das Attribut berüchtigt. Laut diesen Beschreibungen erwarten einen im Tunnel tiefe Löcher voll mit Wasser, Schlamm und Spurrillen und bei kälterer Witterung auch mal Eis. Letzteres gab es bei uns zwar nicht zu befürchten, aber die anderen Dinge waren ja auch schon genug.

Also gingen wir der Anfahrt von Norden noch relativ gelassen entgegen, obwohl uns schnell bewusst wurde, wie lange wir brauchen würden, denn 8km vor dem Scheiteltunnel war die Straße schon keine mehr, sondern nur noch grober Schotter, Auswaschungen und Felsen und stellenweise auch steil. Daher waren 15km/h das gerade noch erträgliche Maximum, wenn man Körper und Material nicht zu arg überfordern wollte. Der Empfang auf den Smartphone hatte uns auch längst verlassen. 😀

Als Gegenleistung bekam man eine Traumhafte Idylle, Einsamkeit und Natur pur. Sehr interessant für mich als „Stadtkind“ war auch die absolute Stille. Bis auf den ein oder anderen Ruf eines Vogels, das Pfeifen von Murmeltieren oder das Muhen von Kühen war zeitweise einfach nichts zu hören. 🙂

Schön war auch, wie Nahe man den Murmeltieren kommen konnte und wie lange man sie beobachten konnte:

 

Witz des Tages: Eine kleine Unscheinbare Absperrung der Straße, die offensichtlich die dort ansässigen Nutztiere davon abhalten sollte, die Umzäunung zu verlassen. Also Beifahrer raus, Tor öffnen und danach wieder schließen. Problem: die kleine Schranke war mit irgendeinem öligen Schmierfilm beschmiert, der offensichtlich die Tiere davon abhalten sollte, das Tor selbst zu öffnen, denn es roch übel nach altem SPECK! 😀
Meine Theorie dazu: Wenn die Kuh durchmarschieren will, riecht es nach zu Speck verarbeiteten Freunden und sie geht dort lieber nicht durch. 😀

Vor dem Scheiteltunnel haben wir erstmal mittag gemacht, um uns auf das Kommende vorzubereiten und die Innereien etwas zur Ruhe kommen zu lassen. Danach ging es durch den Tunnel und die spannende Abfahrt nach Barcelonnette.

Danach war ich für meinen Teil ziemlich durchgeschüttelt und fertig, und von daher froh am Campingplatz zu sein. Dort haben wir uns eine extrem leckere Pizza und ein Steck gegönnt im Restaurant des Campinplatzes Le Tampico.

Bis „morgen“ 🙂

Christoph