05. September 2017 – Tag 5

Ausflug zum Lac des Sagnes und Besuch der Cime de la Bonette

Die erste wirklich angenehme Zeltnacht war beendet nach gemütlichem Ausschlafen 🙂 … das Wetter auch wieder perfekt. Da wir auf dem Campingplatz zwei Nächte verbringen wollten, und uns die heutige Runde wieder zurück zum Ausgangsort bringen wird, waren die 7 Sachen für den Ausflug auch recht schnell gepackt.

Also ging es gleich los zum…

Lac des Sagnes

Beim Lac des Sagnes handelt es sich um einen einsamen, aber durch das umliegende Bergpanorama wunderschön gelegenen Bergsee unterhalb der Cime de la Bonette. Sowohl die Anfahrt als auch die zu erwartenden Aussichten haben diesen Abstecher auf unseren Reiseplan kommen lassen.

Die Anfahrt war dann aber fast schon zu einfach im Verhältnis zum dem, was wir bisher z. B. am Col du Parpaillon erlebt hatten, und somit herrschte beim Abzweig von der Hauptstraße kurz Unsicherheit, weil keinerlei Warn- oder Verbotsschilder zu sehen waren 😛

Die Fahrt war dann aber doch noch ein Erlebnis und vor allem das Panorama eine Pause wert. Also erstmal das obligatorische Baguette aus der Kühlbox geholt und gegessen. 🙂

Danach ging es auf leicht anderer und wieder etwas anspruchsvollerem Forstweg mit vielen spaßigen Pfützen 😀 zurück und rauf zur Cime de la Bonette.

Col de la Bonette | Cime de la Bonette

Noch etwas höher hinaus als am Col de l’Isèran geht es, wenn man auf die Cime de la Bonette fährt. Der eigentliche Pass (Col de la Bonette) stellt hierbei die Anfahrt dar und liegt etwas unterhalb. Für Fahrer der Route des Grandes Alpes daher ein Muss.

Der Scheiteldurchbruch des Col de la Bonette (2715m) liegt unterhalb dessen seiner „Mitstreiter“, denn der eigentliche Pass liegt unterhalb der Cime de la Bonette, welche nur eine Schleife um den gleichnamigen Gipfel ausgehend vom Scheitel des Col de la Bonette darstellt und auch wieder dorthin zurückführt. Aus diesem Grund zählt die Cime de la Bonette nicht als höchster Pass Europas, stellt jedoch mit 2802m den höchsten auf Asphalt erreichbaren Punkt der Alpen dar.

Abgesehen von der Korinthenkackerei bietet die Cime de la Bonette einen wunderschönen Rundblick auf die umliegende Bergwelt. Vom höchsten Punkt der Straße ausgehend führt ein kleiner Bergpfad in 10-15 Minuten Gehzeit die letzten Meter hinauf zum Gipfel auf 2862m.

„Alternative“ Abfahrt zurück nach Barcelonnette

Was ist besser als Asphalt? – Kein Asphalt! 😀

Das dachten wir uns, als wir den kleinen Weg hinunter ins Tal entdeckten, der scheinbar direkt nach Barcelonnette zu führen schien. Nach einer kurzen Befragung des Navis, welches zwar unbefestigte Straße anzeigte, jedoch durchaus eine Route über diese „Straße“ fand, haben wir uns auf den Weg gemacht.

Von oben sah der Weg noch recht flach und einfach aus.

Was sich aber als Trugschluss erwies. 😀 Im Nachgang war es aber eine richtig coole Strecke, die einiges an Aufmerksamkeit, Geschick und Mumm erforderte und teilweise ohne anweisenden Beifahrer außerhalb des Fahrzeugs zu Schäden an selbigem geführt hätte. 😛 Vor allem, war es aber die holprigste Fahrt bisher überhaupt. 😀  Die Spannung war auch dadurch gesteigert, dass wir uns über die Strecke im Vorfeld nicht informiert hatten, wie bspw. am Col du Parpaillon. Und in dem Moment, in dem wir uns hätten informieren wollen, meinten unsere Smartphones leider „Schade, kein Empfang“. 😀

Einen alten Bunker gab es unterwegs auch zu erkunden und die Murmeltiere waren auch wieder am Start. 🙂 

Im Tal waren wir schon froh, wieder die Hauptstraße erreicht zu haben, denn an vielen Stellen wäre es fraglich gewesen, ob Umdrehen/Rückwärtsfahren möglich und oder sinnvoll gewesen wäre. Aber das Probieren wir vielleicht ja auf dem Rückweg nach Norden nochmal, immerhin kennen wir die Strecke jetzt ja. 😛

Am Campingplatz habe ich festgestellt, dass ich mir durch die ungeplant lange Cabriofahrt trotz Sunblocker den Nacken und die Ohrläppchen verbrannt habe. 😀

In dem Sinne: Bis morgen. 🙂

Christoph