07. September 2017 – Tag 7
Ligurische Grenzkammstraße & Schnelle Rückkehr in die Zivilisation
Nachdem unsere Nacht im Hotel L’Hannibal Lecter … äääähhh … Hotel L’Alpino in Nava doch recht gemütlich und ohne Heimsuchungen vorüber war, haben wir wie üblich unsere Sachen gepackt und haben den 2. Versuch gestartet, die Ligurische Grenzkammstraße zu erreichen und zu befahren.
Da dies mit dem Nordteil aufgrund der Verschüttungen anscheinend für KFZ nicht möglich war, haben wir uns für den (lt. Beschreibungen sogar anspruchsvolleren) Südteil der Route entschieden, da der Südteil im Norden ja auf den Nordteil trifft 😛 und wir dachten, so die gesamte Strecke abfahren zu können. Dies hat dann auch soweit geklappt. Nach einigen Kilometern und einer Stunde Anfahrt von unserem Nachtlager aus, haben wir den südlichen Beginn der LGKS gefunden und haben uns gleich mit sichtlicher Vorfreude auf den Weg gemacht.
Das Wetter war leider von Beginn an bestenfalls als wolkig mit vereinzeltem Sonnenschein zu bezeichnen und hat sich nach kurzer Zeit auf der LGKS dann recht schnell weiter verschlechtert. Bis auf ein paar Lichtblicke war die Straße größtenteils aufgrund der Höhenlage innerhalb der Wolkendecke. Die Ausblicke, die sich uns gezeigt haben, waren aber trotzdem lohnenswert. Desweiteren war die Aussicht mehr oder minder Nebensache, da man sich massiv auf die „Straße“ konzentrieren musste, um zumindest die größten Felstreppen, Schlaglöcher und spitzen Steine umfahren zu können. Gerade der nördliche Teil des südlichen Abschnitts erfordert viel Übung, starke Nerven und viel Vortrieb, um die teils centimeterhohen Felstreppen und tiefen Furten mit genug Schwung aber nicht zuviel Tempo unbeschadet durchfahren zu können.
Unterwegs blieb dann doch etwas Zeit, die alten Militärruinen zu bestaunen und mit ein paar Gesinnungsgenossen (wenn auch nur auf 2 Rädern^^) zu quatschen und Erfahrungen auszutauschen. 🙂
Leider wurde das Wetter im nördlichen Teil zunehmend schlechter, und als stärkerer Regen eingesetzt hat, war auch die Cabrio-Stimmung dahin. Als weiteres Übel hat unser Gefährt beschlossen, dass es einen „DEF-Dosierungsfehler“ gäbe und wir binnen 800km aufgrund erhöhten DEF-Verbrauchs schnellsmöglich eine Vertragswerkstatt aufsuchen sollten. 🙁 In einfachen Worten: AdBlue™ muss nachgefüllt werden. Außerhalb der Zivilisation eher schwieriig 😛
Da wir den besten Teil der Strecke absolviert, den guten Teil des Wetters ausgenutzt und eine Abfahrt ins Tal entdeckt hatten, haben wir beschlossen, gleich zum nächsten Programmpunkt unserer Reise überzugehen, und nach Nizza zu fahren: Besseres Wetter, Vertragswerkstatt und Hotel. 😛
Es ist immer wieder interessant, wie 1 Tag lang „nur“ im Auto sitzen so anstrengend sein kann, wenn man sich dauernd konzentrieren muss, nicht ungeplant den Abhang hinunter zu fahren 😀 und man dauernd durchgeschüttelt wird. 😀 Auf jeden Fall war ich sehr froh, um Hotel in Nizza angekommen zu sein. Erstmal kurz beim nahegelegenen Supermarkt mit Essen versorgt und dann ab ins Bett. 🙂
Bis „morgen“ 🙂
Christoph















