18. April 2018
Von Beograd über Sofia nach Thessaloniki
Hey ho, welcome back! ?
Ja richtig! Thessaloniki! 😀 Aber dazu gleich mehr!
Nachdem wir aus vom Hotel Hollywoodland auf den Weg gemacht hatten, ging es zunächst nach Belgrad in die Innenstadt mit dem Auto, etwas drive-by-sightseeing. Angeschaut haben wir uns zunächst das Western City Gate of Belgrade, einem Komplex aus zwei Hochhäusern, die im oberen Bereich durch eine zweistöckige Brücke verbunden sind inkl. Restaurant.
Der Komplex ist nicht gerade eine Schönheit aber eben geprägt durch den zu seiner Bauzeit „modernen“ Brutalismus-Baustil kommunistischer Zeiten.
Interessiert hat uns dann noch die ehemalige Zentrale des jugoslawischen Militärs, welche inzwischen teilweise zerstört wurde und seither mitten im Stadtzentrum verfällt.
Im Rahmen der Rundfahrt kamen wir dann noch am Tesla-Museum vorbei, welches durch seine historische Fassade aus dem umliegenden Häusermoloch heraussticht. Das Übrige was wir so zu gesicht bekommen haben, hat uns jedoch nicht so wirklich begeistert, aber es war ja auch nur ein erster Eindruck.
Niš
Auf unserem Weg nach Sofia kamen wir an Niš vorbei. Die Stadt bot uns für unsere „man schaue sich ungewöhnliche obskure Dinge an, die nicht im Reiseführer zu finden sind“-Tour drei interessante Sehenswürdigkeiten an: Ein ehemaliges Konzentrationslager, den sog. Skulls-Tower und den Bubanj Memorial Park.
Red Cross Concentration Camp
Zum ehemaligen Nazi-Konzentrationslager in Niš gibt es eine interessante Geschichte: Am 12. Februar 1942 gelang 105 Gefangenen die Flucht, dem größten Ausbruch bis dato. Während der Aktion wurden 11 deutsche Wachsoldaten getötet. Die Reaktion darauf folgte prompt: Als „Antwort“ wurden infolgedessen 1.100 andere Insassen exekutiert, um einerseits die restlichen Insassen, aber vor allem die Bevölkerung zu verängstigen.
Heute betreibt das Rote Kreuz ein Museum in der Anlage.
Skull-Tower of Niš
Während der kriegerischen Auseinandersetzungen des aufstrebenden serbischen Reiches gegen die Ottomanen zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde dieser Turm aus den Schädeln der gefallenen serbischen Kämpfer errichtet.
Bubanj Memorial Park
Die meisten Gedenkstätten die einen Bezug zum 2. Weltkrieg haben gedenken entweder an gefallene Soldaten oder an den Holocaust.
Der Bubanj Memorial Park ist hier etwas anders, wenngleich er auch an eine nicht weniger schreckliche Aktion erinnert. Hier hat eines der schlimmsten Massaker des 2. Weltkrieges stattgefunden. Während die deutschen Streitkräfte Niš eroberten, wurden an der Stelle, die heute durch das Monument geehrt wird, ca. 11.000 überwiegend Serben und Einwohner von Niš zusammengetrieben und ermordet.
Nach Besuch dieses letzten Monumentes ging es weiter in Richtung Sofia in Bulgarien. Auf dem Weg dorthin haben wir gedacht, eigentlich könnte man auch vollends nach Griechenland fahren. 😀 Aus einem kurzen schwachsinnigen Spaß wurde denn Recht schnell ein Plan. Auf nach Griechenland! Nächstliegende Großstadt: Thessaloniki. Bulgarien und dessen Hauptstadt Sofia haben wir trotzdem kurz besucht – bislang haben wir ja alle Hauptstädte mitgenommen. 😛
Nachdem wir aus Sofia raus waren und uns gestärkt hatten, ging es also hinaus in die Nacht in Richtung Thessaloniki.
Nach der Grenze zu Griechenland, der, obwohl EU-Innengrenze, sehr gut bewacht und kontrolliert war (mit den unfreundlichsten Beamten auf griechischer Seite der Reise), ging es bis die Müdigkeit zu groß wurde und wir einen 5 stündigen Auto-Powernap eingelegt haben.
„Bis morgen“ 🙂
Christoph










